Helmut Sammer ist einer von acht Bergputzern in Salzburg. Sommer wie Winter ist er an den Stadtbergen im Einsatz.
Ein Porträt – mit Video.
An einer Felswand mitten in der Stadt Salzburg, vierzig Meter über dem Boden hängt Helmut Sammer. Zwei straff gezogene Seile halten ihn in seinem Gurt. Mit gestreckten Beinen schwingt er sich von einer Stelle zur anderen, um das Gestein mit einem Eisenhammer abzuklopfen. Lose Steine und Geröll lässt er in die Tiefe fallen. Helmut Sammer ist Bergputzer – einer von acht in Salzburg.
Seit 13 Jahren ist der 38-Jährige bei jeder Witterung, Sommer wie Winter, an den Wänden der Salzburger Stadtberge im Einsatz, um Straßen, Plätze und Wege vor Steinschlag zu sichern. Den letzten großen Felssturz in Salzburg gab es 1669. Damals starben 220 Menschen. Seither kontrollieren Bergputzer die Hänge. Seither hat es keine großen Steinschläge mehr gegeben.
Obwohl die Arbeit in luftiger Höhe von den Bergputzern so manche Schramme und blauen Fleck abverlangt, fühlt sich Sammer an der Wand genauso sicher wie auf seiner Couch beim Fußballschauen. Er vertraut aber nicht nur Seil, Gurt und Helm sondern auch seinem Seilhalter Martin Schierhuber. Zwar haben die beiden über die Bergkante keinen Blickkontakt, doch die Anweisungen über Funk funktionieren bestens. Die Salzburger Bergputzer – ein eingespieltes Team.
Stefanie Fuchs

![[sic!] DieZeitung](http://sicmagazin.files.wordpress.com/2010/06/s1.jpg?w=200&h=300)
Bei Minute 1.04 ist noch ein kleines “mhmh” zu hören, sonst sehr nett.